Vergleich: Schnorchelmaske Easybreath vs. Ameo Powerbreather Beach Edition

Beide Produkte haben in den letzten Jahren das Schnorcheln revolutioniert. Zunächst die Easybreath Schnorchelmaske von Subea, jetzt seit einiger Zeit der Powebreather von Ameo. Wir haben beide Produkte in der Praxis getestet und gegeneinander antreten lassen. Dabei haben wir auf Passform, Performance, Atmung und Preis geachtet. Hier gibt’s das Ergebnis des Praxistests zum Nachlesen.

Die Passform im Vergleich:

In dieser Kategorie legen wir den Fokus auf Passgenauigkeit und Tragekomfort. Welches der beiden Produkte ist wohl angenehmer zu tragen und sitzt besser?

Die Schnorchelmaske Easybreath:

Zum Zeitpunkt des Releases war die Schnorchelmaske noch in vier verschiedenen Größen erhältlich. Durch ein Redesign konnte die Anzahl der Größen auf zwei reduziert werden, wobei diese immer noch 90% der Gesichtsformen abdeckt. Zu diesem Zweck ist der Dichtrand der Maske mit besonders viel Silikon versehen. Dies sorgt nicht nur für die Dichte, sondern macht das Tragen auch ziemlich angenehm. Die passende Größe ist dann gefunden, wenn die Maske aufs Gesicht gedrückt werden kann und allein durch das erzeugte Vakuum hält. Die breiten Gummibänder können einfach eingestellt werden und fixieren die Maske zuverlässig am Kopf.

Die Maske sitzt generell ziemlich gut auf dem Gesicht. Der Silikonrand sitzt angenehm auf der Haut und drückt nicht zu sehr. Da die Gummibänder aus Textil statt aus Silikon gefertigt sind, ziepen sie nicht an den Haaren. Als einziger Nachteil wäre das etwas beklemmende Gefühl zu nennen, das man nach  längerem Tragen der Maske erlebt.

Der Ameo Powerbreather:

Der Powerbreather Beach Edition besteht aus dem Doppelschnorchel und einer Cressi Tauchermaske. Zunächst legt man die Taucherbrille an. Die doppelte Dichtlippe aus weichem, flexiblem Silikon macht das Tragen komfortabel – selbst auf längere Dauer. Der Powerbreather muss nicht an der Tauchermaske befestigt werden, sondern wird am Kopf fixiert. Dazu stellt man ihn zunächst entsprechend der eigenen Kopfgröße ein. Das Anziehen geht schnell und einfach. Das Mundstück in den Mund nehmen, den Schnorchel nach hinten über den Kopf schieben und mit dem Twist Lock Sytem fixieren. Dieses System hat sich in der Praxis als äußerst benutzerfreundlich erwiesen.

Der Vergleich:

Beide Produkte haben in dieser Kategorie ihre Vor- und Nachteile und es bleibt wohl Geschmackssache, welches Produkt den höheren Tragekomfort bietet. Während man beim Powerbreather ein Mundstück im Mund fixieren muss, ist bei der Easybreath das ganze Gesicht in der Maske eingeschlossen und es kann einfach durch den Mund eingeatmet werden, wie über der Wasseroberfläche. Dafür ist der Powerbreather nicht nur für eine bestimmte Gesichtsgröße vorgesehen, sondern kann von Männern, Frauen und Kindern gleichermaßen verwendet und mit jeder beliebigen Taucherbrille oder Schwimmbrille kombiniert werden.

Powerbreather Vorteile:
  • Für die ganze Familie geeignet, da individuell an Kopfgröße anpassbar
  • Kann mit jeder Schwimm- und Taucherbrille kombiniert werden
Schnorchelmaske Vorteile:
  • Kein Fixieren eines Mundstückes notwendig
  • Atmen wie über der Wasseroberfläche durch Mund und Nase
Powerbreather Nachteile:
  • Mundstück muss im Mund fixiert werden
Schnorchelmaske Nachteile:
  • Maske nur für eine Gesichtsgröße vorgesehen
  • beklemmendes Gefühl nach längerem Tragen

Die Performance im Vergleich:

Wie ist das Schnorchelerlebnis mit der Schnorchelmaske und dem Powerbreather? Welches Produkt eignet sich für welche Einsatzgebiete? In diesem Absatz soll es um die Performance der beiden Schnorchelsets gehen.

Die Schnorchelmaske Easybreath:

Die Schnorchelmaske hat bezüglich ihrer Performance einige Vor- aber auch Nachteile. Zunächst wollen wir uns die Vorteile ansehen. Die Easybreath-Technologie ermöglicht besonders Anfängern den Einstieg in die Welt des Schnorchelns. Gerade Kinder müssen sich nicht erst mit der Benutzung eines Schnorchelsets vertraut machen, sondern können von der intuitiven Atmung der Schnorchelmaske profitieren. Maske auf, Band festziehen und los geht’s.

Die Atmung mit der Maske ist etwas schwerfällig. Bei normaler Anstrengung reicht die Sauerstoffzufuhr gut aus, während man bei schnellen Bewegungen und starker Atmung früher oder später mit Sauerstoffmangel zu kämpfen hat. Das Doppel-Luftstrom-System, welches in der neuen Easybreath verbaut ist, sorgt dafür, dass eingeatmete und ausgeatmete Luft voneinander getrennt werden. Allerdings ist das Totraumvolumen – der geschlossene Maskenraum, der Mund und Nase umschließt – recht groß. Problematischerweise kommt es in diesem Totraum immerzu zu einer Vermischung von CO2 und O2 wodurch man der Gefahr der Pendelatmung ausgesetzt ist. Durch tiefes, gleichmäßiges Atmen kann man dieses Risiko zwar minimieren, aber sobald man sich schneller fortbewegt oder flach atmet, hat mit Sauerstoffmangel zu kämpfen.

Abtauchen ist mit der Schnorchelmaske so gut wie unmöglich. Durch das recht große Innenvolumen befindet sich viel Luft im Inneren der Maske, die beim Abtauchen versucht zu entweichen. Dadurch entsteht ein unangehmer Druck auf dem Gesicht und die Maske wird undicht. Ein Druckausgleich ist mit der Maske nicht möglich da, die Nase nicht erreicht werden kann (davor befindet sich die Scheibe). Dementsprechend ist die Schnorchelmaske eher für gemächliches Schnorcheln an der Oberfläche geeignet. Für alle, die untertauchen möchten oder gar Apnoetauchen möchten, ist die Schnorchelmaske nicht zu empfehlen.

Ein weiteres Problem der Schnorchelmaske stellt das Beschlagen dar. Bei schnellerer Fortbewegung und gerade in wärmeren Gewässern beschlägt das Glas der Schnorchelmaske trotz spezieller Antifog-Technologie immer wieder. Abhilfe können sogennante Antibeschlagssprays bieten.

Der Ameo Powerbreather:

Wie bei der Schnorchelmaske, ist auch die Atmung mit dem Powerbreather zunächst ein wenig schwerfällig. Man muss sich am Anfang ganz aktiv ans aktive Ein- und Ausatmen gewöhnen. Die zwei Schnorchel befördern ausreichend Sauerstoff zum Mund um auch bei schnellem Schwimmen nicht außer Atem zu geraten. Ein Totraum wie bei der Schnorchelmaske existiert schlichtweg nicht: die verbrauchte Luft wird durch das Ventil am Kinn freigelassen. Eine Pendelatmung wird somit gänzlich verhindert. Das Blubbern im unteren Sichtfeld ist eher weniger störend.

Der Powerbreather eignet sich nicht nur für das Oberflächenschnorcheln, sondern kann auch hervorragend zum Untertauchen verwendet werden. Die Membrane am oberen Ende der Schnorchel halten absolut dicht; da die Nase frei liegt, kann der Druckausgleich problemlos durchgeführt werden. Abtauchen bis zu 25 Meter Tiefe soll laut Ameo möglich sein. Wir haben es auf etwa 5 Meter Tiefe geschafft und hatten keinerlei Probleme: alles dicht, kein Druck.

Das Problem des Beschlagens hatten wir beim Praxistest des Powerbreather Beach Edition nicht. Allerdings muss beim Tragen einer Tauchermaske stets darauf geachtet werden, dass ausschließlich durch den Mund ein- und ausgeatmet wird. Die Atmung beim Powerbreather ist also weniger intuitiv und muss erst erlernt werden.

Der Vergleich:

Die Performance, isoliert betrachtet, ist der Ameo Powerbreather der Schnorchelmaske Easybreath deutlich überlegen. Die Easybreath ist allein für das Schnorcheln an der Oberfläche geeignet und man gerät bei schnellerem Schwimmen und Untertauchen schnell an die Grenzen der Technik. Der Powerbreather hingegen ist ein wahres Multitalent, dass sich sowohl zum Oberflächenschnorcheln und Apnoetauchen als auch zum Sportschwimmen verwenden lässt. Während bei der Schnorchelmaske durch den großen Totraum die Gefahr der Pendelatmung besteht, versorgt der Powerbreather seinen Träger zuverlässig mit 100% Frischluft.

Powerbreather Vorteile:
  • 100% Frischluft-Versorgung
  • Auch für intensives Schwimmen einsetzbar
  • Problemloses Untertauchen, Druckausgleich möglich
Schnorchelmaske Vorteile:
  • einfache und intuitive Atmung
Powerbreather Nachteile:
  • Benutzung muss erlernt und geübt werden
Schnorchelmaske Nachteile:
  • Kein Abtauchen möglich
  • Gefahr der Pendelatmung (großer Totraum)
  • Sauerstoffmangel bei zu schnellem Schwimmen
  • Gelegentliches Beschlagen

Der Preis im Vergleich:

Der Ameo Powerbreather Beach Edition kostet stolze 109,00 EUR*. Die Subea Easybreath ist bei Decathlon bereits ab 24,99 EUR* zu haben. Preislich gesehen hat die Schnorchelmaske also klar die Nase vorn. Allerdings muss man auch das Preis-Leistungs-Verhältnis betrachten, bei dem die Schnorchelsets unserer Meinung nach ähnlich gut abschneiden.

(*Letzte Aktualisierung: 14.06.2019)

Das Fazit des Vergleichs:

Zum Schluss haben wir die oben ausführlich dargestellten Vor- und Nachteile der Produkte in Zahlen gegossen.

Subea Schnorchelmaske Easybreath:

Die Schnorchelmaske hat eine gute Passform und ist angenehm zu tragen (Passform: 80 von 100 Punkten). Die Atmung ist zwar für das normale Schnorcheln ausreichend, aber darüber hinaus ungenügend (Atmung: 60 von 100 Punkten). Die Maske ist auf das Einsatzgebiet des Oberflächenschnorchelns begrenzt (Einsatzgebiete: 50 v0n 100 Punkten). Die Subea Easybreath ist sehr günstig zu haben (Preis: 100 von 100 Punkten). Insgesamt ist die Schnorchelmaske für alle Anfänger geeignet, die nur an der Oberfläche schnorcheln möchten, die intuitive Atmung schätzen und die Nachteile für den geringen Preis in Kauf nehmen möchten (Gesamt: 73 von 100 Punkten).

Passform: 80%
Atmung: 60%
Einsatzgebiete: 50%
Preis: 100%
Gesamtpunktzahl: 73%

Ameo Powerbreather Beach Edition:

Die Passform und der Tragekomfort des Powerbreathers sind überzeugend (Passform: 80 von 100 Punkten). Die Atmung fällt selbst bei schnellem Schwimmen noch leicht (Atmung: 100 von 100 Punkten). Der Powerbreather kann sowohl fürs normale Schnorcheln als auch fürs Apnoetauchen und den Schwimmsport verwendet werden (Einsatzgebiete: 100 von 1oo Punkten). Der hohe Preis ist zwar durch ein sehr hochwertiges Produkt gerechtfertigt, dennoch ist der Powerbreather nicht für jedermann erschwinglich (Preis: 60 von 100 Punkten). Der Ameo Powerbreather Beach Edition ist somit für alle gedacht, die sich nicht auf das Oberflächenschnorcheln beschränken wollen, sondern mit ihrem Schnorchelset auch schwimmen und tauchen möchten (Gesamt: 85 von 100 Punkten).

Passform: 80%
Atmung: 100%
Einsatzgebiete: 100%
Preis: 60%
Gesamtpunktzahl: 85%
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